Repräsentantenhaus verabschiedet STABLE Act

tl;dr
Das US-Repräsentantenhaus hat den STABLE Act verabschiedet – ein Gesetzesentwurf zur Regulierung von Stablecoins. Ziel ist mehr Transparenz, Rechenschaftspflicht und einheitliche Standards für Stablecoin-Emittenten. Der Entwurf stösst auf politische Kontroversen und muss noch mit dem Senat abgestimmt werden. Tether begrüsst die Initiative, während Kritiker wie Maxine Waters vor Interessenskonflikten warnen.
Was ist der STABLE Act?
Der STABLE Act steht für „Stablecoin Transparency and Accountability for a Better Ledger Economy“. Er wurde am 2. April 2025 mit 32 zu 17 Stimmen vom Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses angenommen. Eingebracht haben ihn French Hill, Vorsitzender des Ausschusses, und Bryan Steil, Leiter des Unterausschusses für digitale Vermögenswerte.
Ziel des Gesetzes ist es, klare Regeln für Stablecoin-Emittenten zu schaffen. Dazu gehören Anforderungen an die Offenlegung von Reserven, die Einhaltung von Verbraucherschutzstandards sowie die Überwachung durch Bundes- und Landesbehörden.
Warum ist das relevant?
Stablecoins sind digitale Währungen, die an den Wert eines stabilen Vermögenswerts – meist den US-Dollar – gekoppelt sind. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Kryptobranche, insbesondere bei Transaktionen, dezentralen Finanzanwendungen (DeFi) und als Brücke zwischen Fiatgeld und Kryptowährungen.
Durch den STABLE Act sollen Risiken wie fehlende Deckung, Intransparenz oder unregulierte Anbieter reduziert werden. Die USA reagieren damit auf das wachsende Marktvolumen und den zunehmenden Einfluss dieser digitalen Zahlungsmittel.
Politische Spannungen beeinflussen die Debatte
Nicht alle Abgeordneten unterstützen den Entwurf. Maxine Waters, führende Demokratin im Ausschuss, kritisiert den aus ihrer Sicht zu grossen Einfluss von Donald Trump und dessen Umfeld auf die Ausgestaltung der Regulierung. Sie warnt vor einem Interessenskonflikt, der zu einer einseitigen Gesetzgebung führen könnte.
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Auch die Frage, wie internationale Anbieter wie Tether reguliert werden sollen, ist umstritten. Während Republikaner auf föderale Lösungen setzen, bevorzugen viele Demokraten eine stärkere Rolle der Bundesbehörden.
Wie unterscheidet sich der US-Ansatz von Europa?
Die EU hat mit MiCAR (Markets in Crypto-Assets Regulation) bereits 2023 ein umfassendes Regelwerk für digitale Vermögenswerte eingeführt. Dieses verpflichtet Emittenten zu Kapitalreserven, Transparenz und laufender Aufsicht.
Auch das Vereinigte Königreich arbeitet an eigenen Standards. Das britische Finanzministerium und die Aufsichtsbehörde FCA (Financial Conduct Authority) haben im vergangenen Jahr einen Regulierungsrahmen für Stablecoins vorgestellt. Ein Konsultationspapier zu Reserveanforderungen und Rückzahlungsmechanismen wird 2024 erwartet.
Im Vergleich dazu befindet sich die US-Regulierung noch in der Abstimmung zwischen Repräsentantenhaus und Senat. Der Ausgang bleibt offen.
Tether setzt auf globale Expansion
Paolo Ardoino, CEO von Tether, unterstützt den STABLE Act und spricht von einem „Stablecoin-Multiversum“. Er erwartet, dass Stablecoins künftig nicht nur im Kryptosektor, sondern auch im klassischen Finanzwesen an Bedeutung gewinnen – etwa für Zahlungsabwicklungen, Treasury-Management oder grenzüberschreitende Transaktionen.
Seine Vision: Eine Welt, in der Stablecoins von Unternehmen und Behörden weltweit genutzt werden – integriert in bestehende Finanzsysteme.
Was bedeutet das für dich?
Wenn du dich für Kryptowährungen oder Blockchain-Technologie interessierst, solltest du die Entwicklung rund um den STABLE Act im Auge behalten. Regulierungen wie diese könnten den Markt stabilisieren, aber auch den Zugang für neue Anbieter erschweren.
Für Nutzerinnen und Nutzer bieten klare Regeln mehr Sicherheit – etwa bei der Rücktauschbarkeit von Stablecoins oder der Transparenz über deren Deckung. Gleichzeitig könnten strengere Vorschriften Innovationen bremsen oder kleinere Anbieter verdrängen.
Unsere Einschätzung
Der STABLE Act ist ein bedeutender Schritt in Richtung klarer Rahmenbedingungen für Stablecoins in den USA. Er zeigt, dass digitale Vermögenswerte zunehmend als Bestandteil des globalen Finanzsystems wahrgenommen werden. Doch politische Differenzen und Interessenskonflikte könnten den Gesetzgebungsprozess verzögern oder verwässern.
Wer Stablecoins nutzt oder in digitale Zahlungsformen investiert, sollte die Debatte aufmerksam verfolgen – auch mit Blick auf mögliche Auswirkungen auf europäische und schweizerische Regulierungsvorhaben.
Quellen:
– Financial Services GOP
– HM Treasury
– UK Financial Conduct Authority
– Tether